Lebendige Wälder

für uns und unsere Kinder

Kümmern wir uns gemeinsam darum, die faszinierende Vielfalt in lebendigen Wäldern zu bewahren.

Ist der

Wald noch zu retten ?

Der Wald ist der Lebensraum mit der höchsten Artenvielfalt: Gut 4.300 Pflanzen und Pilzarten und mehr als 700 Tierarten kommen in mitteleuropäischen Buchenwäldern vor. Doch die wirtschaftliche Verwendung des Waldes in Deutschland bedroht jene einzigartige Vielfalt. Fichtenmonokulturen, Kahlschläge oder der Einsatz von Pestiziden zerstören den Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Nordrhein-Westfalen
27%
Sachsen-Anhalt
26%
Schleswig-Holstein
11%
Thüringen
34%
Rheinland-Pfalz
42%

Trockenheit und Sturm und Borkenkäferschwächen den Wald

Denn der Wald, für den die Jungbäume bestimmt sind, hat große Verluste erlitten. Er besteht wie viele Wälder in Deutschland an erste Stelle aus Fichten. Den Flachwurzlern setzte erst ein Sturm, daraufhin anhaltende Trockenheit zu. Geschwächt wie sie waren, gab ihnen der Borkenkäfer zuletzt den Rest. 80 Hektar Wurmberger Wald wurden demnach abgeholzt. Im Kampf gegen den Klimawandel stehen jene Bestände nicht mehr zur Bereitschaft, denn sie können kein Kohlendioxid mehr aufnehmen.

Doch nicht lediglich den Bäumen im Harz geht es schlecht. Mindestens 245 000 Hektar Wald sind in Folge der Dürrejahre 2018 und 2019 in Deutschland abgestorben. Erstmals seit dem Baumsterben in den 1980ern gingen Bestände von Neuem „flächenhaft“ verloren, annonciert die Wissenschaftlerin Nicole Wellbrock vom Thünen-Institut für Waldökosysteme. Am stärksten betroffen sei die Fichte. Aber ebenfalls ein Laubbaum wie die Buche, bisher weniger auffällig, sei von Hitze- und Trockenstress gezeichnet. Der Kronenzustand habe sich innerhalb allen Baumarten verschlechtert, das lautet, dass die Bäume weniger Blätter bilden. Ihre Kronen lichten von Anno zu Anno mehr aus, ein deutliches Zeichen für das Leiden des Waldes. Und: Das Absterben geht wahrscheinlich noch weiter. „Schädigungen offenbaren sich zumeist erst mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung“, sagt Forscherin Wellbrock.

Warum ist das wichtig?

Alle Wälder, auch unsere Laubmischwälder sind schwerkrank, sie können die überlebenswichtigen Ökosystemleistungen (Sauerstoffproduktion, Wasserreinigung, CO2 Bindung) kaum noch erbringen. Sie kommen mit Dürre und Hitze schon jetzt nicht mehr klar, niemand weiß wirklich welche Baumarten überhaupt noch eine Zukunft haben. Waldbauern, und die Gesellschaft, verlieren was in vielen Jahrzehnten gewachsen ist, ein immenser Rückschlag auch für den Klimaschutz.
Das tote Holz bringt fast keine Einnahmen, Waldbesitzer können die sehr teure und wegen der regelmäßigen Trockenzeiten besonders schwierige Wiederbewaldung nicht alleine stemmen.