Frank Grün

Kakao und Schokoladewaren

Schokolade und Schokoladenerzeugnisse sind weiterverarbeitete Produktkette. Sie werden je nach Rezeptur aus Kakaobohnen, Kakaobutter, Kakaomasse, Kakaopulver und Saccharose (Haushaltszucker) hergestellt. Eine Ausnahme bildet bloß die weiße Schokolade, die kein dunkelfärbendes Kakaopulver beinhaltet.

 

Beispiele für Schokoladewaren sind dunkle Schokolade, Vollmilchschokolade, weiße Schokolade, Pralinen, Schokoladehohlfiguren wie Weihnachtsmänner und Osterhasen, Schokoladenriegel und vieles mehr.

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Wird weiße Schokolade ohne Kakao hergestellt?

Nein, ganz ohne Kakao geht es bei Schokolade nicht. Bestandteil weißer Schokolade ist allerdings nur die Kakaobutter, nicht das Kakaopulver. Um der Schokolade ihre Namen gebende helle ("weiße") Farbe zu verleihen, wird der Kakaomasse das dunkel färbende Kakaopulver entzogen. Weitere Zutaten von weißer Schokolade sind Milch und Zucker.

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Woher hat die Praline ihren Namen?

Der unter Ludwig XIV. herrschende Marschall, Graf von Plessis-Praslin, hatte im 17. Jahrhundert einen deutschen Koch, der seinem Herren gebrannte Mandeln servierte. Diese benannte er nach seinem Arbeitgeber. Aus Praslin wurde Pralin. Im 19. Jahrhundert übertrug sich die Bedeutung auf Schokolade.

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Team Of Professionals

Der Osterhase hat den Weihnachtsmann überholt. Die aktuellen Zahlen aller Schokoladenhohlfiguren zeigen, dass 2019 220 Millionen Schoko-Hasen und im Jahr 2018 145 Millionen Schoko-Weihnachtsmänner von der Süßwarenindustrie produziert wurden.

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Wer erfand die Schokolade?

Es gilt als gewiss, dass Kakao allemal ein Jahrtausend vor der Entdeckung Amerikas anhand die Europäer den Ureinwohnern Südamerikas als Nahrungs- und Genussmittel reputabel war. Als Geschenk von „Quetzalcoatl“ – dem gefiederten Gott des Windes – näherungsweise, waren Kakaobohnen im Zuge den Tolteken hochgeschätzt. Azteken, die im 12. Jahrhundert die Tolteken unterwarfen, übernahmen gern deren Kakao-Kultur und benutzten die Samenkerne der Kakaofrucht außerdem als Zahlungsmittel. Da Kolumbus binnen seiner Landung in Mittelamerika 1502 wenig Interesse am Kakao gezeigt hatte, blieb es Hernando Cortez zugesichert, nach der Eroberung des Aztekenreiches während seiner Rückkehr nach Europa den ersten Kakao mitzubringen. Die ungesüßten Kakaozubereitungen der Azteken mochten den Europäern zugegeben nicht in dieser Art verhältnismäßig munden, entsprach doch ihr Geschmack relativ treffend ihrem aztekischen Namen „xocoatl“, der sich aus xococ (= sauer, herb, würzig) und atl (= Wasser) zusammensetzt. Erst nach Zugabe von Honig oder Rohrzucker begann der Siegeszug der Kakaoerzeugnisse in jedermann. Und aus dem aztekischen xocoatl wurde mit der Zeit Schokolade.

Allgemeines zu Kakao

Schokolade gehört zu einem der beliebtesten Süßwarenartikel in Deutschland. 2014 wurden pro Person ca. 9,57 kg Schokolade sowie 2 kg kakaohaltige Lebensmittelzubereitungen konsumiert.
Man findet Schokoladenwaren in vielen Verarbeitungsmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Facetten und Formen im Lebensmittelhandel.

Es gibt Massivschokoladentafeln und gefüllte Schokoladenwaren, wie zum Beispiel: Pralinen und mit Schokolade überzogene Süßwaren, wie Eis, Gebäck, Riegel, etc. Zu den berühmtesten kakaohaltigen Produkten zählt wahrscheinlich die Trinkschokolade, welche mit gekochtem Wasser oder Milch zubereitet und getrunken werden kann.

 

So groß die Unterschiede in den Verarbeitungsmöglichkeiten sind, so groß sind auch die Unterschiede in Anbau, Gewinnung und Auswahl der Rohstoffe. Der internationale Weltmarkt für Kakao ist gespalten zwischen den Kakaopreis zu senken suchenden Börsenspekulanten und einer Gruppe von verschiedenen Fair Trade Bewegungen, die nach Nachhaltigkeit im Kakaohandel streben.